Bericht zur Tour
Autor
Hansjürg Zumstein
Erstellt am
06.03.2026 21:53
Letzte Änderung
06.03.2026 21:53
Tourenbericht

1. März: Anreise und LSV-Theorie und Lawinenkunde durch Bergführer Bruno Rankwiler
2. März: Einstiegstour, von Madulein (1684 m) durch Wald und dann offene Hänge auf den Muntische (2605). Aufstieg teilweise bei Schneefall. Abfahrt entlang der Aufstiegsspur, teilweise schwierige Schneeverhältnisse (Harsch, in den unteren Regionen Nassschnee).
3. März: Durchs Val dal Fain auf den Piz Alv, 2975. Traumwetter. Wunderschöne Abfahrt der Aufstiegsspur entlang, wunderbare Pulverschnee-Hänge. Ein Traum (es gab in der Nacht rund 30 cm Neuschnee).
4. März: Wunderbarer Start mit der Luftseilbahn auf die Diavolezza für die Rundtour Richtung Moteratsch. Nach der Gletscherquerung (angeseilt) Aufstieg auf die sogenannte Gemsfreiheit. Von dort zuerst im Pulverschnee problemlose Abfahrt Richtung Gletscher, aber ungefähr auf Höhe 2720 passiert das Malheut: Bergführer Bruno Rankwiler löst beim Erkunden eines Couloirs ein grosses Schneebrett aus. Dank Airbag überlebt er, die Rega rettet ihn unten am Fuss des Couloirs. Wir stehen alle unter Schock, fehlte doch nur wenig, dass die ganze Gruppe verschüttet wurde. Aus diesem Grund entscheidet der lokale Rettungschef, uns alle per Helikopter rauszufliegen.
5. März: Bergführer Bruno Rankwiler, glücklicherweise mit einer harmlosen Prellung aus dem Spital entlassen, instruiert uns in der LVS-Suche. Mehrmals suchen Gruppen nach vergrabenen Geräten. Teilnehmerin Imke Turner, ausgebildete Rettungsschwimmerin, führt uns in die wichtigsten Erste-Hilfe-Schritte ein (Puls fühlen, wann Herzmassage, wie lange etc).
6. März: Wir starten gleich vom Hotel Bernina-Hospiz zur letzten Tour, auf den Mota Bianca (2560). Abfahrt teilweise im frühlingshaften Sulz, teilweise auf hartem Schnee da Saharastaub die Sonne verdeckt. Danach Heimreise.